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Energie, Mr. Sulu!

Energie, Mr. Sulu!

Etwas Gutes für die Umwelt tun und dabei auch noch Geld sparen – das klingt fast nach der eierlegenden Wollmilchsau. Möglich ist es indes auch für Inhaber eines augenoptischen Fachgeschäfts: und zwar mit dem „E-Tool“. Vor wenigen Wochen hat die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz MIE (schon mal von gehört?) in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks ZDH diese feine Anwendung überarbeitet und vor allem mächtig aufgewertet an den Start gebracht.

Und da muss man jetzt wirklich mal den Hut ziehen, denn mit diesem „Webportal zum Management betrieblicher Energiedaten“, so die offizielle Beschreibung, haben die beiden Partner das alte Energiebuch, erstmals 2017 auf der Internationalen Handwerksmesse präsentiert, mit viel Power endlich ins 21. Jahrhundert gebeamt. Endlich, denn online stand das Energiebuch zwar bereits seit 2019 als Excel-Datei zur Verfügung, war damit aber zwei Jahre lang nicht mehr als ein Notizbuch, dass man halt digital ausfüllen und speichern konnte.

Konkret steht am 8. September das nächste und erste Webinar nach der Sommerpause im Rahmen des Telemedizin-Angebotes von Luneau Technology bevor. Zur Registrierung und weiteren Informationen zu diesem Abend gelangen Sie hier, wir möchten mit einem Blick über den Tellerrand mögliche Aufschlüsse für die Zukunft der Augenoptik in Deutschland prüfen. Am 22. September schließt die Webinarreihe ab, aber partnerauge wird in der Folge weitere Informationsabende und viel Wissen zum Thema präsentieren. Wir informieren zeitnah darüber, freuen Sie sich darauf.

Auf dem Weg vom Saubär zum Saubermann

„Jetzt gewährleistet das E-Tool nicht nur eine unkomplizierte Datenerfassung am Rechner im intuitiven Schritt-für Schritt-Modus“, erklärt ZDH-Referatsleiter Michel Durieux, „sondern stellt den Nutzern auch verschiedene Zusatzmodule für die praktische Alltagsarbeit zur Verfügung.“ Als da wären beispielsweise ein Rechner, der das Einsparpotential einer Photovoltaikanlage auf dem Firmendach kalkuliert, ein Tool, das den Anspruch auf Rückerstattung von Strom- und Energiesteuer prüft oder eine Übersicht der wichtigsten Energiesparmaßnahmen für das vorab ausgewählte Gewerk. Nicht zuletzt zeigt eine vergleichende Auswertung mit Betrieben derselben Branche, wo man auf der Range zwischen Saubär und Saubermann aktuell positioniert ist.

Was uns als alte Trekkies besonders freut: MIE und ZDH haben die Hauptseite im Auswertungsteil ganz enterprisemäßig „Energie-Cockpit“ (siehe untenstehenden Screenshot) getauft. Wie gut dort später die Tipps zum Energie- und CO2-Sparen sind, hängt davon ab, wie umfangreich und korrekt die Daten eingegeben wurden: Welche Energiekosten – Strom, Brenn- und Kraftstoffe, Wasserverbrauch – erfasst werden und über welchen Zeitraum, ob die Maschinen und der Fuhrpark in die Auswertung einfließen sollen oder ob betriebliche Daten wie Mitarbeiterzahl oder Jahresumsatz mit den CO2-Emissionen zu betriebsspezifischen Kennzahlen (etwa Energiekosten pro Mitarbeiter) verknüpft werden sollen, entscheidet jeder Anwender selbst.

„Betriebliche Ressourcen sparsamer und bewusster nutzen“

Es gilt: Wer mehr eingibt, bekommt logischerweise auch mehr raus. Im Idealfall „können Nutzer die Energieverbräuche und Emissionen ihres Betriebs sowie eventueller Filialen über die Jahre hinweg übersichtlich verfolgen, Schwachstellen erkennen und nachverfolgen sowie die Daten als Entscheidungsgrundlage für zukünftiges Handeln nutzen“, verspricht Durieux. Wer einen Energieberater mit einem Energieaudit im Sinne der EU-Energieeffizienzrichtlinie (von der Bafa gefördert) beauftragen will, hat mit dem E-Tool alle notwendigen Daten bereits aufbereitet.
Und auch wenn es deutlich energiehungrigere Gewerke gibt als die Augenoptik, ist das E-Tool laut Durieux dennoch „eine hervorragende Entscheidungsgrundlage für Inhaber, die ihre betrieblichen Ressourcen sparsamer und bewusster nutzen und entsprechende Maßnahmen auf den Weg bringen möchten.

Woher wir das alles so genau wissen? Die partnerauge-Redaktion kam vergangene Woche in den Genuss einer exklusiven Vorführung durch ZDH-Experte Michel Durieux samt Fragestunde. Fazit nach 60 spannenden Minuten (30 waren vereinbart): Wenn wir Inhaber eines Augenoptikbetriebs wären, würden wir das Tool sofort an den Start bringen.

Da wir aber keine Inhaber sind, suchen wir auf diesem Weg einen oder gerne mehrere Chefs oder Geschäftsführer, die ihre (Energie-)Datenerfassung schon lange von analog auf digital umstellen wollten und nur auf eine gute Gelegenheit gewartet haben. Jetzt ist sie da; das Tool ist kostenlos, die Tiefe der Nutzung und damit den Aufwand kann jeder selbst bestimmen, Support und Diskretion sind gewährleistet. Melden Sie sich bitte einfach unter info@partnerauge.de (Betr.: E-Tool). Spätestens jetzt würde Captain Kirk sagen: „Energie, Mr. Sulu!“

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